Das war die Photokina 2014

22. September 2014 // in der Kategorie Allgemein // Ein Kommentar

photokina_2014Seit gestern ist sie vorbei, die weltweit größte Fachmesse für Fotografie und ich war auch diesmal wieder vor Ort. Leider wieder einmal viel zu kurz und weil es mein Terminplan nicht besser hergab, konnte ich auch nicht die Bloggertour wie vor 2 Jahren mitmachen, die diesmal am offiziellen Pressetag stattfand. Daher war ich dieses Jahr am letzten Tag der Messe in Köln, der nicht minder interessant für mich war.

Vielen Dank nochmals dafür, dass ich wie bei der vergangenen Messe mit einer Akkreditierung ausgestattet war – Der Dank für den Tipp geht an pixelsophie!

Also stürzte ich mich in die Messe und hatte im Vorfeld mir nur einen kleine Agenda zurechtgelegt, welche Stände ich unbedingt besuchen wollte. Mir war diesmal bewusst, dass ein Tag alleine auf der Photokina nicht ausreicht, so dass ich die mir vorgenommen Workshops und Vorträge nicht schaffen konnte. Ich muss mir auf jeden Fall fest vornehmen, beim nächsten Mal mindestens 2 Tage für die Messe frei zuschaufeln.

Ein Besuch bei Vanguard war für mich Pflicht, da ich diese im Rahmen der Bloggertour bereits bei der vergangen Photokina besuchen konnte. Hier hatte ich tatsächlich die Gelegenheit mich nochmal persönlich bei Kyarituo van Dusseldorp (Marketing Executive) zu bedanken, die sich auch schon dafür einsetzte, dass ich das Vanguard Alta Pro AGH263 testen durfte. Eventuell bekomme ich hier die Gelegenheit den Kugelkopf GH-300T zu testen.

Weiter ging es zu SIGMA. Die Objektive der Art-Serie von SIGMA haben mir schon länger gefallen und so freute ich mich, dass ich vor Ort nun auch das 18-25mm F1,8 DC HSM mal auf meinen Nikon-Body schnallen durfte. Leider konnte man sich am Stand nicht weit weg bewegen und es gab auch keinen kleine Test-Foto-Ecke, so dass ich nur den Stand selbst fotografieren konnte. Das Objektiv liegt toll in der Hand, der Focus hat schnell und sofort gesessen. Auch die Gelegenheit eines Test vom 50mm F1,4 DG HSM ließ ich mir nicht nehmen. Ich werde mit Sicherheit auf das Angebot von SIGMA zurückkommen und mir das Objektiv demnächst mal ausleihen, so wie ich es mit dem 10-20mm für meinen Test in New York City schonmal gemacht habe.

sigma_photokina_02

sigma_photokina_01

Bei Zeiss gab es die beiden selbsternannten besten Objektive der Welt zu begutachten. Ui ui ui, keine leicht zu zähmenden Objektive. Ich testete das Otus 55/1.4 an einer Nikon D800 und hatte mächtig zu tun. Der manuelle Focus verlangt einem alles ab und nach geschätzten 20 Aufnahmen hatte ich dann endlich meinen Focus gefunden – und wurde belohnt. Eine tolle satte Aufnahme und irgendwie möchte man das Biest auch bezwingen. Leider passt es mit ca. 3.500 EUR nicht in mein Budget. Vielleicht ergibt sich ja hier eine Kooperation mit Zeiss für DX-Objektive? ;-)

zeiss_otus_55_1.4

Zeiss Otus 55/1.4
1/1000s – ISO 500 – f 1.4

Auch das Distagon T* 2/28 ZE machte Spaß. Aufgesetzt auf einer Canon EOS 600D testete ich am Zeiss Stand das Weitwinkel-Objektiv.

Zeiss Distagon T* 2/28 ISO 100 - 1/60s - f 2

Zeiss Distagon T* 2/28
1/60s – ISO 100 – f 2

Berauscht von dieser hohen Wertigkeit und Wirkung der Objektive von Zeiss und SIGMA ging es dann zu Nikon und wurde ehrlicherweise etwas enttäuscht. Da ich mit meiner Nikon D7100 eigentlich sehr zufrieden bin, interessierte mich vor allem das DX-Umfeld, an Vollformat bin ich vorerst überhaupt nicht interessiert. Und da gab es zuwenig. Einen neue D3300..hmm naja. Das neue 18-300mm 3,5-6,3 ist interessant, riss mich auch nicht so vom Hocker. Die wirklich interessanten Spielzeuge waren tatsächlich im FX-Umfeld, also Vollformat, zu finden. Die neue D750 und das 20mm 1,8 waren wirklich gelungen. Zum testen wirklich ganz nett, kommt aber für mich nicht in Frage. Schade.

Wirklich angefixt hat mich diesmal eine Sache, die ich so gar nicht auf dem Schirm hatte – FUJI Instax. Das Sofortbildsystem hat mir richtig gut gefallen, zumal es auch verdammt gut in Szene gesetzt wurde. Mit den verschieden Instaxkameras, die so aussehen, also ob sie in große Kinderhände passen, konnte man lustig umherknipsen und Selfies machen. Prompt kam auch schon das Sofortbild mit den Maßen 62mm x 46mm aus der Kamera. Mit den Instax Wide Kameras (Instax 210) sind die Ausdrucke sogar etwas größer (62mm x 99mm). Der Stand war gut besucht und dekoriert, so dass selbst ich die Sinnhaftigkeit dieser Geräte nicht mehr anzweifelte. Fast noch cooler fand ich allerdings den Instax Drucker Share SP-1. Kaum hatte ich die Instax App auf das iPhone geladen, konnte ich mich in das WLAN des jeweiligen Druckers einloggen und ein paar Smartphone Fotos ausdrucken. Coole spaßige Sache und ich bin schon am überlegen, wie ich diesen Drucker zuhause argumentieren kann. Mit knapp 1 EUR je Foto wird es allerdings etwas schwierig.

Bei Triggertrap habe ich diesmal zugeschlagen. Noch vor 2 Jahren wurde das System auf der Photokina vorgestellt und diesmal habe ich mir den Auslösedongle für meine Nikon am Stand von Enjoyyourcamera zum Messepreis gekauft. Das iPhone ist immer dabei, also warum einen extra komplizierten Fernauslöser mitzuschleppen, wo ich jedesmal die Anleitung neu lesen muss. Die App (kostenlos) ist super einfach gehalten und bietet verschiedene Auslöseverfahren, die über den eines Fernauslösers hinausgehen, z. B. Schall- oder Vibrationsauslösung. Der Dongle ist auch viel kleiner als mein bisheriger Fernauslöser mit Kabel zusammen, also habe ich auch noch etwas Platz in der Tasche gespart. Ausserdem hat die App einen Graufilter-Rechner und einen Sonnenaufgang-/ Sonnenuntergangsberechner dabei.

Als immer noch frischgebackener Papa haben mir die pearhead – Produkte von Corexa sehr gut gefallen. Hochwertige Alben, Rahmen und Passepartouts für Kinderfotos zum an die Wand hängen. Auch an die schwangeren Mama’s wird gedacht mit extra Bilderrahmen für die Trimester-Sonograms (Ultraschallbilder). Auf Nachfrage gibt es allerdings keinen Shop, sondern man vertreibt über amazon. Also einfach mal nach Produkten von pearhead bei amazon suchen.

Bei Hahnemühle gab es eine Auswahl diverser Sample Packs ihrer Fine Art Print Collection zu einem günstigen Preis von je 5 EUR, wo ich direkt zugeschlagen habe. Ich liebe den Ausdruck auf deren Baryta und Pearl Papier.

Fazit: Das war ein Auszug der Highlights für mich auf der diesjährigen Photokina. Erstmals gab es auch ein eine Social Media Zone mit Free Wifi, Ladestationen und einer gemütlichen Couch. Eine tolle Sache für Blogger, die zwischendurch eine Pause machen oder direkt arbeiten möchten. Leider war es diesmal wie bereits angesprochen viel zu kurz und ich fand es schade, die Bloggertour verpasst zu haben, auch um mal wieder ein paar Kontakte zu knüpfen. Naja, vielleicht wird es ja im nächsten Jahr was…

photokina_blogger_zone

Synology stellt neue Version DSM 5.1 vor

11. September 2014 // in der Kategorie Hardware, Software & Apps // 9 Kommentare

Synology DSM  5.1 Beta Conference

Heute stellte Synology im sehr gut besuchten Congress Center Düsseldorf die neue Version des Disk Station Managers, kurz DSM 5.1 Beta, quasi das Betriebsystem für Synology NAS Systeme, vor. Im Rahmen der DSM 5.1 Beta Conference, die bereits auch am 08.09. in Zürich gastierte, präsentierte man hier im deutschsprachigen Raum die neuen Features der kommenden DSM-Version und stellte nebenbei auch noch neue Hardware-Produkte vor. Vic Hsu, der Managing Director von Synology, eröffnete die Veranstaltung mit einem Blick auf die Firmenpolitik und den weltweiten Cloud-Konsum.

Mit dem Sprung auf Version 5.0 im vergangenen Jahr zogen zahlreiche Features und eine neue Oberfläche in das DSM ein. Zwar ist die Version 5.1 “nur” ein Update und kein Versionswechsel, bietet allerdings dennoch viele Neuerungen und Verbesserungen, die Niklas Poll (Product Manager DACH) in Düsseldorf dann vorstellte.

Seit Anfang des Jahres besitze ich selbst ein Synology DS214play , daher war ich sehr gespannt auf die neuen Features. Aktuell nutze ich das NAS hauptsächlich als kabelloses Time Machine Backup für zwei MacBook Pro’s, als Dropbox Client und für ein separates Backup meiner Lightroom Bibliothek. Zusätzlich befindet sich meine komplette iTunes Audio Mediathek darauf, diverse Filme und Serien, sowie eine große Auswahl meiner Fotos als Lightroom-Export. Somit habe ich zuhause und von unterwegs (VPN) via iPad/iPhone dauerhaften Zugriff auf meine Medien, um Sie mit AirPlay auf dem Fernseher genießen zu können.

synology_dsm_5.1_beta_conference_duesseldorf-1 synology_dsm_5.1_beta_conference_duesseldorf-2

Neuheiten in DSM 5.1

Am Design von DSM 5.1 ändert sich wenig, allerdings wird die Navigation nochmals etwas benutzerfreundlicher, dank neuer Tutorials und man hat nun die Möglichkeit zwischen dem Touch- oder dem klassischen Design auszuwählen. Neu sind auch Browser-Benachrichtigungen (Safari / Google Chrome), um sich z. B. Systembenachrichtigungen einblenden zu lassen.

Note Station

Mit der Notes Station wird ein Evernote Pendant Einzug halten, gemeinsam mit einer neuen App DS note für iOS und Android. Das digitale Notizbuch bringt alles mit, was die Online-Mitbewerber meist nur in Ihren Premium-Abonnements auch an Bord haben. Neben den Teilen von Notizen oder Notizbüchern und der Vergabe von Lese- und Bearbeitungserchten werden Tags, Schlagworte und Versionierung (!) unterstützt. Ablegen könnt Ihr in der Notes Station neben Dokumenten auch Fotos, Videos, Musik, Sprachnachrichten und To-Do-Listen. Die Daten können auf Wunsch mit Passwörtern versehen und sogar komplett verschlüsselt (AES-256 Bit) werden. Ein Verfallsdatum kann beim Sharen ebenfalls mitgegeben werden.

Synology Notes Station - DSM 5.1 beta

CardDAV

Neu ist auch die Unterstützung für CardDAV, einem Protokoll, mit der die Kontakte zwischen Android, iOS und OS X-Geräten synchronisiert werden können.

Videostation

Die Videostation kommt mit einer neuen Oberfläche und einigen kleinen neuen Features um die Ecke. Mit Filtern, auch Smart Collections genannt, habt Ihr die Möglichkeit Euch einen noch besseren Überblick über die Video-Bibliothek zu verschaffen. Es gibt eine Untertitelunterstützung (OpenSubtitle.org), sowie einen visuellen Wiedergabestatus für jedes Video, der anzeigt, wie weit das Video schon abgespielt wurde. Auch das Teilen von Videosammlungen aus der Video Station ist möglich. Die Apps für Android & iOS sind ebenfalls angepasst worden.
Mit Remote Play gibt es zukünftig eine geräteübergreifende Abspielmöglichkeit, d. h. einen Film auf einem Apple TV in einem Raum zu streamen, um dann in einem anderen Raum auf einem anderen Gerät (z. b. Chromecast) weiterzuschauen.
Für iOS User gibt es ein großes Highlight: Ein neuer Videoplayer, eingebettet in DS file, erlaubt zukünftig das Abspielen von Videos im Format MKV, TS, MP4, MPG, WMA und 3GP ohne zusätzliches Transkodieren. Eine Nutzung eines alternativen Players (z. B. VLC) wird damit obsolet.
Auf meine Nachfrage hin, bekam ich leider keine positive Antwort zum DTS-Lizenzthema. Geplant war eine Teillizenzierung für ausgewählte Geräte, aber dies ist gescheitert. Auch eine benutzerspezifizierte Lizenzierung ist vom Tisch.

Synology DS video - DSM 5.1 beta

Audiostation

Wie für die Videostation gibt es hier ebenfalls eine neue Benutzeroberfläche, sowie neue Filtermöglichkeiten. Songs können mit dem Sternesystem bewertet werden und es gibt eine Timerfunktion. Dank einer Gruppierungsoption in der DS audio App ist es zukünftig möglich, AirPlay Geräte zusammenzufassen und die Lautstärke für Lautsprecher separat zu regeln. Auch in der Audiostation gibt es nun die Möglichkeit, ihr ahnt es sicherlich, Wiedergabelisten zu teilen.

Photostation

Mit einer verbesserten Timeline und Optimierungen für Foto-Diashows kommt die Photostation zur Sprache. Es gibt eine neue Infoleiste in der DS photo+ App, in der Metadaten zu den Fotos angezeigt werden können. Dazu gehören neben den EXIF-Informationen auch GPS-Koordinaten und Tags. Android User können sich auf Offline-Alben freuen, während alle iOS Benutzer einen Hintergrundupload spendiert bekommen. Fotos können natürlich auch geteilt werden.

Surveillance Station

Hierzu gab es einen Ausblick auf die kommenden Möglichkeiten der Überwachungslösung. Dank Webcams ist es bereits heute möglich, das NAS als Überwachungsanlage zu nutzen. Dies soll zukünftig weiter ausgebaut werden und auch als Netzwerk-Video-Recorder (NVR) fungieren. Eine neue Oberfläche ist in Planung, mehr Multitasking wird möglich sein.

Filestation

Neue Protokolle halten Einzug in die Filestation. Neben FTP, SFTP ist auch das WebDAV-Protokoll mit an Bord. Den eingebauten Videoplayer für diverse Formate hatte ich bereits angesprochen.

Zusätzliche Cloud-Dienste

Neu hinzugekommen sind zusätzliche Cloud Synchronierungsdienste zu Microsoft OneDrive, box.com und hubiC, sowie mit Windows Azure, SFR und hicloud neue Cloud Backup Ziele. Auch für Amazon Glacier gibt es Verbesserungen, so dass die Zugriffe zu diesen Dienst minimiert werden, um Kosten einzusparen.

Proxy-Server

Neu ist auch ein Proxy-Server im DSM inklusive eines Regelwerks, Cache und zahlreicher Protokollierungen. Auf die Business Funktionalitäten und Geräte von Synology im Rahmen der Konferenz gehe ich nicht weiter ein.

Neue Hardware

Synology lies es sich bei diesem Event nicht nehmen, um auch gleich noch neue Consumer-Produkte vorzustellen. Das DS415+ wird als erstes mit einem Intel Avaton Quad-Core Prozessor und einer Verschlüsselungs-Engine auf Basis AES-NI ausgestattet sein. Das Gerät erhielt sogar die Zertifizierung für VMware, Citrix und Microsoft Hyper-V. Im Benchmark schnitt das Gerät besser als eine vergleichbare Workstation.Synology DSM 5.1 beta - DS415+

 Fazit

Synology hat die Version 5.1 nicht nur für reines Bugfixing genutzt, sondern auch einen echten Mehrwert in das Software-Produkt gesteckt. Nahezu alle Apps wurden für die Mobilgeräte weiter optimiert, neue Funktionen wurden hinzugefügt und die Sharing-Funktionen finden sich ebenfalls überall wieder. Mit der Notes Station kommt ein weiterer Baustein hinzu, um das NAS als eigenen Cloud-Dienst unabhängig zu betreiben. In Zeiten von fragwürdiger Cloud-Sicherheit, sicherlich ein großer Pluspunkt für Synology.

DSM 5.1 Beta wird noch im September veröffentlicht werden.

Angetestet: Gallery Print von CEWE

04. Juli 2014 // in der Kategorie Print // Keine Kommentare

In meiner Wohnung habe ich extrem viele Dachschrägen und nur noch wenig Platz, um mir das ein oder andere Bild aufzuhängen. Also muss ich mit dem Platz etwas haushalten. Nun liebäugelte ich schon seit langem mit einem Alu-Dibond Druck oder einem Druck hinter Acryl und habe bei CEWE den Gallery Print entdeckt. Direktdruck hinter Acryl mit Alu-Dibond Versiegelung. Ha, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Also ein schönes Bild herausgesucht und eine Bestellung aufgegeben.

Bestellvorgang

Für einen Wandbilddruck bei CEWE müsst Ihr nicht umständlich eine Gestaltungssoftware herunterladen, sondern Ihr könnt direkt loslegen und das Foto hochladen und den Bestellprozess initiieren. Dabei habt Ihr die Möglichkeit auf verschiedene Fachhändler zurückzugreifen, wo Ihr das fertige Produkt dann abholen möchtet oder Euch zuschicken lassen könnt. Ich habe mich für CEWE direkt entschieden und für einen Versand per Post.

Die Gestaltung ist in wenigen Schritten durchgeführt. Foto hochladen und Format auswählen – fertig. Bei Bedarf könnt Ihr sogar Euer eigenes Wunschformat Millimeter genau angeben. Ich hatte es vorher bei mir ausgemessen und in Adobe Lightroom den Beschnitt meines Fotos entsprechend gewählt und mich für die Maße 60 cm x 33,8 cm entschieden.

Mit dem Wunschformat ist das auch so eine Preisangelegenheit, wo man unter Umständen genau schauen muss, wie groß das Bild werden soll, denn ab bestimmten Größen, wird es schnell teurer. Bei meinen 60 cm breitem Gallery Print liege ich bei 99,99 EUR, hätte ich mich aber für 61 cm entschieden, wären direkt 129,99 EUR fällig geworden. Hier kann man also auch etwas mit den Maßen rumspielen. Der Upload ging anschließend recht flott und die Bestellbestätigung trudelte auch gleich in mein Postfach ein.

cewe_gallery_print_10

cewe_gallery_print_09

Lieferzeit & Versand

5 Tage nach der Bestellung kam die E-Mail über die Versandbestätigung. Klingt grundsätzlich etwas lang, will ich aber nicht überbewerten, da ich an einem Feiertag in NRW (Fronleichnam) bestellt habe und anschließend ein Brückentag mit Wochenende anstand. Ich weiß nicht genau, wo CEWE drucken lässt, es kann also sein, dass es unter Umständen schneller geht. Schade, aber auf keinen Fall ein K.O.-Kriterium, fand ich nur, dass ich keine Möglichkeit zur Sendungsverfolgung hatte, da eine entsprechende Sendungsnummer nicht in der E-Mail ausgewiesen wurde. Es kam übrigens mit DHL, für alle diejenigen unter Euch, die es nicht so mit Hermes haben.

cewe_gallery_print_01

 

cewe_gallery_print_02

 

Qualität & Wirkung

Kaum ausgepackt war ich doch etwas erstaunt über die Leichtigkeit des Bildes. Ich habe das Bild mit dem Aluminium-Schienensystem (ohne Aufpreis) bestellt, für 19,99 EUR extra gibt’s auch das Schraubsystem zusätzlich, was aber dann an allen vier Ecken des Bildes einen verchromten (?) Schraubaufsatz zu Tage fördert. Es gibt sicherlich Bilder, wo so etwas gut zur Geltung kommt, ich wollte es nicht. Das Schienensystem ist auf der Rückseite umlaufend aufgeklebt, solltet Ihr kleinere Formate bestellen, dann habt Ihr unter Umständen Spiegelbleche für die Rückseite. Da das Gallery Print so leicht ist, habe ich das Bild kurzerhand mit zwei Stahlnägeln an der Wand befestigt, statt umständlich Löcher zu bohren. Das hält ohne Probleme und dank des Schienensystems kann man das Bild auch prima nach links oder rechts verschieben.

Die Schnittkanten sind sauber gefräst oder entgratet, alles ist sehr gut verarbeitet. Das Acrylglas ist laut CEWE 4mm dick, das Alu-Dibond 3mm. Ich habe es nicht nachgemessen, aber es kommt gefühlt so hin,

Das von mir gewählte Foto stammt nicht aus einer Spiegelreflexkamera, sondern aus einer herkömmlichen Consumer-Kamera (Panasonic FZ-100), welches ich vor 4 Jahren in Sydney gemacht habe. Das Farbrauschen und die Spitzlichter habe ich schon in Adobe Lightroom auf ein Mindestmaß reduziert, aber da ich kein RAW vorliegen hatte, sind hier meine Möglichkeiten begrenzt gewesen. Daher hat CEWE hier sehr gute Arbeit geleistet, der Bilddruck ist sehr gut und das Foto wirkt sehr plastisch und hochwertig. Wenn man kein Pixelpeeper ist und sich das Bild nicht unbedingt aus 10 cm Entfernung anschaut, dann sieht man dies auch nicht.

So ein Gallery Print ist ein echter Hingucker und gedruckte bzw. belichtete Fotos machen schon sehr viel her. Ich kann Euch so ein Produkt nur empfehlen und mit CEWE könnt Ihr hier auch nicht viel falsch machen, sie haben mir ein Bild in einer Top-Qualität geschickt.

cewe_gallery_print_03

cewe_gallery_print_04

cewe_gallery_print_05

cewe_gallery_print_06

cewe_gallery_print_07

cewe_gallery_print_08

Vanguard präsentiert neue Stative der CA Serie

05. Juni 2014 // in der Kategorie Allgemein, Hardware // Keine Kommentare

Im Juni kommen neue Stative aus der Alta CA Serie von Vanguard auf den Markt. Die ohnehin schon sehr guten und qualitativ hochwertigen Stative wurden konsequent erweitert und mit der Verwendung von beständigen, oberflächenbehandelten Materialien, konnten die Belastbarkeit und die Stabilität weiter verbessert werden. Die Stative kommen mit dem neuen Kugelkopf/Pistolengriff  GH30 auf den Markt.

Alta-CA-233AGH

Die Vanguard Stative bestechen auch durch Ihre Design und funktionale Möglichkeiten, daher hatte Vanguard in der Vergangenheit auch schon die red dot Design Auszeichnung für das ABEO Pro 283CGH erhalten.

Die neuen Stative könnt Ihr auch schon bei amazon vorbestellen:

 

Ich habe in der Vergangenheit bereits das Vanguard Stativ Alta Pro 263AGH getestet. Den Bericht zum Stativ und Kugelkopf könnt Ihr hier und hier nachlesen.

Koken statt WordPress

14. Mai 2014 // in der Kategorie Software & Apps, Web // 2 Kommentare

Schon länger spielte ich mit dem Gedanken meine Portfolio-Seite einem Relaunch zu unterziehen. Bisher setzte ich auf das Blogsystem von WordPress, war damit allerdings nicht ganz glücklich, da die von mir gewählte Darstellung doch zu sehr an einen Blog erinnerte.

Im Vordergrund des geplanten Relaunches stand hauptsächlich der Gedanke, den Bildern mehr Raum zu geben. Mehr Bilder, weniger Text. Vielmehr noch: Es sollte beim Aufruf der Seite sofort erkennbar sein, was ich für Fotos mache ohne dass man großartig rumscrollen und -klicken muss.
Es gibt es mittlerweile eine riesige Auswahl an WordPress Themes für Fotografen-Portfolios, daher war ich sehr empfänglich dafür mich immer wieder durch neueste WordPress-Theme-Empfehlungen (wie z. B. von Fotografr.de) durchzuklicken. Die meist besseren davon sind kostenpflichtig. Grundsätzlich keine Hürde für mich – das bisher eingesetzte Theme hat mich ebenfalls Geld gekostet und was gut ist, darf auch gerne etwas kosten.

Aber auch diese Themes möchten entsprechend angepasst sein und der Aufwand ist nicht zu unterschätzen. WordPress kann so ziemlich alles, aber alles ist nicht das, was ich brauchte, sondern nur einen geringen Teil. Ich habe es bei dem bisherigen WordPress Theme schon gemerkt, dass ich für bestimmte Artikel, Slider oder Portfolios die Fotos in unterschiedlichen Größen und Seitenverhältnissen bereitstellen musste und verlor mich dabei. Die Schritte bis der Blogartikel mit den Fotos aufbereitet waren und veröffentlicht werden konnten, waren mir letztendlich zu viel.

Ich wollte etwas Einfacheres und fand es in Koken.

koken_logo

Koken konzentriert sich darauf Fotos zu publizieren und das kann es meiner Meinung nach sehr gut. Es ist sehr schnell installiert und einsatzbereit. Hauptaugenmerk ist die Bilderbibliothek, die etwas an Adobe Lightroom erinnert. Hier könnt Ihr Fotos hochladen, in Alben und Alben-Sets zusammenfassen, Favoriten markieren und die Fotos oder Alben entsprechend taggen oder Beschreibungstexte hinzufügen.

koken_library

Habt Ihr Euch für eines der mitgelieferten Themes entschieden, so wird Eure Zusammenstellung an Bildern entsprechend dargestellt. Kleinere Anpassungen könnt Ihr vornehmen, aber der Aufwand wie bei WordPress fällt deutlich geringer aus.

Dank des Adobe Lightroom-Plugins von Koken ist es für mich nun nahezu eine 1-Klick-Geschichte einen neuen Eintrag im Portfolio zu erstellen. Innerhalb von Adobe Lightroom erstelle ich ein Album oder wahlweise ein Set und schiebe die Fotos die ich veröffentlichen möchte in dieses Album. Klick auf Veröffentlichen und fertig. Wahlweise kann ich innerhalb von Koken noch eine Beschreibung für das Album definieren, aber das ist kein Muss. Der Beitrag ist fertig veröffentlicht und bei Bedarf auch schon im Feedreader.

lightroom_koken_plugin

Koken bereitet die Fotos je nach Endgerät automatisch entsprechend auf. Responsive und Retina sind also keine Fremdwörter. Ich muss mich nicht mehr um Bildgrößen und Ausrichtungen kümmern. Im Koken Store gibt es weitere Themes und Plugins zum Download, teilweise auch kostenpflichtig. Mit entsprechenden Kenntnissen, könnt Ihr Euch auch eigene Themes erstellen – ich bin mir sicher, dass da in Zukunft noch deutlich mehr kommt. Wie bei einem Blog üblich könnt Ihr selbstverständlich auch statische Seiten oder Blog-Artikel schreiben (bei Koken: Essays).

Ich habe in Koken meine alten Blog-Artikel 1:1 neu in Alben erstellt. Dabei ist mir klar gewesen, dass ich Kommentare oder Facebook-Likes zu den einzelnen Artikeln verliere, aber darauf kam es mir bei einer Portfolio-Seite auch nicht an.

Dank Google’s Feedburner kann ich meinen alten RSS-Feed behalten und habe nur die Originaladresse meines Feeds ausgetauscht. Damit meine „alten“ URLs zu den vorherigen Blogbeiträgen nicht in einer toten Sackgasse landen, konnte ich diese dank 301 Redirects auf die neuen Portfolio-Alben umleiten. Ich habe also keinen Inhalt verloren.

Beispiel für einen 301 Redirect in einer .htaccess-Datei:

Redirect 301 /alter-blogartikel/ http://www.matthias-zock.de/albums/neues-portfolio/

Zu guter Letzt: Koken ist kostenlos. Schauts Euch mal an.

portfolio_homepage_koken_mockup

Lightroom Mobile – (M)ein erstes Fazit

16. April 2014 // in der Kategorie Software & Apps // Keine Kommentare

Seit gut einer Woche gibt es nun  – die App von Adobe für das iPad. Die Gerüchteküche brodelte bereits schon sehr viel länger über ein Lightroom für das Tablet und die Anforderungen und Wünsche der User sind dementsprechend hoch.

Ich habe Lightroom Mobile einmal angetestet und verrate Euch, warum es nichts für mich ist.

Dass eine erste öffentliche Version einer App nicht vollständig sein kann, dürfte klar sein, erstrecht nicht, wenn der große Desktop-Bruder schon in der 5. Generation mit einer Fülle an Features und Werkzeugen die Fotografen auf dieser Welt unterstützt.

Lightroom Mobile richtet sich vor allem an die Fotografen, die viel unterwegs sind und dabei in die Möglichkeit finden, “on the go” ihre geschossenen Fotos zu sichten und einer ersten Bearbeitung zu unterziehen.

Lightroom_Mobile_Review-002

Ich finde die Idee im Grundsatz eigentlich ganz gut, ich finde sie nur etwas unzureichend umgesetzt.

Adobe setzt auf Ihr Creative Cloud Abo-System, was nicht wirklich überrascht. Das bedeuted, dass man nach dem Testzeitraum von einem Monat zwingend Adobe CC Abonnement sein muss, um Adobe Lightroom Mobile weiter nutzen zu können. Das wäre zum Beispiel mit dem Adobe Fotografie Programm 12,29 EUR pro Monat, miteinbegriffen ist eine Lightroom Desktop-Lizenz und eine Photoshop CC Lizenz, und eben auch Lightroom Mobile. Ich bin kein Nutzer der Adobe CC und werde es vorerst auch nicht werden. Ich nutze Adobe Lightroom mit der sogenannten boxed Lizenz, also die Kaufversion, die es unter anderem bei amazon zu kaufen gibt. Hiermit gibt es keine Einschränkungen für den Einsatz von Lightroom Mobile.

Ihr meldet Euch mit Eurer Adobe-ID in beiden Lightroom Programmen an (für die Desktop Version benötigt Ihr mindestens Lightroom 5.4) und schon können Fotos aus eine Sammlung synchronisiert werden.

Und hier ist auch schon mein erster Wermutstropfen. Die Fotos werden über die Adobe Creative Cloud gesynct – es gibt keine Möglichkeit eines direkten ad hoc Wifi-Sync’s, der ja meist viel schneller ist, als über das Internet. Zwar werden nur die Smart Previews zum synchronisieren genutzt und nicht die nativen RAW-Dateien, aber bei meiner schmalen Internetleitung mit einem Upload von 0,5 MBit ist das Ganze kein Spaß. Leider geht’s bei mir zuhause nicht schneller.

Lightroom_Mobile_Review-003

Das bedeutet für eine erste Sichtung der Bilder auf dem iPad folgende Reihenfolge: Fotos in Lightroom am Rechner importieren, ggf. Sammlung anlegen oder in eine bestehende Sammlung die Bilder ablegen, Upload abwarten. Bei einer langsamen Internetleitung und einer Masse an Fotos also kein schnelles Vergnügen. Es ist damit in meinen Augen auch überhaupt nicht für ein Tethered Shooting geeignet, da es einfach wirklich zu langsam ist.

Lightroom User mit mehreren Katalogen werden auch keine Freude mit Lightroom Mobile haben, da derzeit nur mit einem Katalog gearbeitet werden kann. Schaltet man die Synchronisation mit einem anderen Katalog ein, so wird dies in dem bisherigen Katalog deaktiviert.

Lightroom_Mobile_Review-001

Und die Bearbeitungsmöglichkeiten? Nunja, es gibt schon einiges, was Lightroom hergibt, aber eben noch nicht alles. Den Grundbedürfnisse, wie z. B. Belichtung, Weißabgleich, Tiefen, Lichter, Kontrast, Klarheit, Weiß, Dynamik und Sättigung sind vorhanden. Was mir fehlt sind die Einstellungen für das Schärfen, Farbveränderungen, sowie manuelle Möglichkeiten bei Tönung oder Vignettierung. Hier gibt es nur Presets, die die kompletten Einstellungen wieder überschreiben, mit den Presets in der Desktop-Version aber nicht viel gemein haben. Das ist eindeutig zu wenig.

Sobald Änderungen am Bild vorgenommen werden, werden diese auch sofort in die Cloud und damit auch in den Lightroom Katalog zurücksynchronisiert. Das klappt vorbildlich. Wenn auch nicht die einzelnen Protokollschritte synchronisiert werden, sondern nur das Bearbeitungspaket als Ganzes. Was mir auch gefällt ist das schnelle Markieren mit der Flagge als Wischgeste.

Lightroom_Mobile_Review-004

Von der Performance kann sich das große Lightroom gerne etwas vom kleinen Bruder abschauen, denn die ist überaus flott.

Was natürlich fehlt sind Bearbeitungsmöglichkeiten, die sich auf den Reparaturpinsel, beziehungsweise auf das normale Pinselwerkzeug beziehen.

Die jetzige Version ist meiner Meinung nach ein guter Anfang, allerdings nicht für Portraitfotografie zu gebrauchen. Zu viele fehlende Werkzeuge machen hier den Einsatz vom großen Bruder unentbehrlich. Ich kann es mir vor allem für Architektur- und Landschaftsfotografie vorstellen.

Ich denke Adobe ist mit dem mobilen Lightroom auf einem guten Weg und wird nach und nach neue und bestehende Features aus der Desktop Welt mit integrieren. Das ist nur blöd für die User, die jetzt vom Start weg Lightroom Mobile testen und später keine Möglichkeit haben, eine verbesserte Version aufgrund der Adobe CC-Abo Bindung erneut in Augenschein zu nehmen.

Leseraktion von kwerfeldein: Wesentliches

07. April 2014 // in der Kategorie Allgemein // Keine Kommentare

Inspiriert durch die Leseraktion von kwerfeldein, zeige ich Euch einmal meinen Tascheninhalt, den ich so annähernd täglich mit mir rumtrage.

Kwerfeldein: Wesentliches

    • iPad
    • iPhone
    • Kopfhörer
    • Stift
    • USB Stick
    • 15er Schraubenschlüssel
    • Deo
    • Lippenpflegestift
    • Portemonnaie
    • Autoschlüssel / Schlüsselbund
    • Kamera mit aufgesetztem 50er
    • diverse Visitenkarten

How-To: Levitation Shooting

03. April 2014 // in der Kategorie How To's & Tutorials // Ein Kommentar

how-to-tutorial-levitation-shooting

Im November vergangenen Jahres traf ich mich mit Jennifer zu einem Levitation Shooting in der Nähe von Köln. Ich wollte so ein Shooting gerne einmal ausprobieren und da ich das zum ersten Mal machte, hatte ich mich auch intensiv vorbereitet. Wie das aber nunmal so ist, läuft nicht immer alles so, wie man sich das vorstellt und lässt Dinge außer Acht, die einem das Leben in der Nachbearbeitung etwas schwermachen.

Da ich bisher auf den Fundus an Tipps und Tricks, sowie massenweise Inspiration aus dem Internet zurückgreifen konnte, möchte ich meine Erfahrung aus dem Shooting teilen, um den einen oder anderen etwas Wissen weiterzugeben.

Was ist ein Levitation Shooting?

Bei der Levitation Fotografie, auch Floating genannt, wird ein schwebender Zustand einer Person oder eines Objektes, gerne auch mehrere Personen oder Objekte, dargestellt. Ich habe mich dabei auf das Schweben von Jennifer konzentriert – in der einfachen Variante, nämlich liegend.

Wie kann man das erreichen?

Zum einen schafft man das ohne Hilfsmittel: Springen. Das kann gut aussehen, in der Regel aber eher nicht und bestimmte Posen – in meinem Fall die liegende – funktionieren damit auch nicht.

Also bleibt noch die andere Variante: Mit Hilfsmittel schweben lassen und diese Hilfsmittel in der Nachbearbeitung wegretuschieren. Dafür sind in der Regel mindestens zwei Fotos notwendig. Ihr fotografiert in der Regel das Set komplett ohne Model und Hilfsmittel, im Prinzip ein “leeres” Foto nur mit dem Hintergrund und anschließend einmal komplett mit Model und allen notwendigen Utensilien.

In der Vorbereitung auf das Shooting habe ich mir erst einmal ein paar Inspirationen auf Pinterest zusammengesammelt und mir überlegt, wie ich bestimmte Posen ermöglichen kann. So eine Inspiration-Board ist grundsätzlich eine gute Sache, so kann man auch seinem Gegenüber schon mal klarmachen, was man sich in welcher Form in etwa vorstellt.

Dann geht es auch schon los mit der Hilfsmittel-Jagd. Ab in den Baumarkt des Vertrauens und erstmal einen Holzbock gekauft, dazu noch ein paar Klappboxen und Gaffa-Tape.

Ich hatte bereits konkrete Bildideen und so wusste ich auch, wie ich das Set aufbaue. Auf folgende Dinge solltet Ihr auf jeden Fall achten, wenn Ihr ein Levitation-Shooting durchführt, denn es vereinfacht Euer Leben in der Nachbearbeitung erheblich!

1Kein Körperteil sollte durch einen ungünstigen Blickwinkel durch die Kamera oder eine Pose von einem Hilfsmittel verdeckt sein, wie es bei angewinkelten Beinen auf einem Holzbock der Fall sein kann.

2Gerade wenn man ein Model schräg von vorne fotografiert, können Körperteile in der Flucht nach hinten noch stärker von einem Klappstuhl o. ä. verdeckt werden. Es ist sehr aufwändig die Details von fehlenden Körperteilen in Photoshop nachzubilden.

3Achtet auf Schatten! Ich hatte die glorreiche Idee, mein Set mit einer 60×60 cm Octabox von schräg oben auszuleuchten. Grundsätzlich finde ich die Idee nachwievor gut, aber seid Euch darüber im Klaren, dass dann der Schatten unter das Model fällt, im ungünstigsten Fall auf ein Objekt, wo das Model gerade draufliegt. Ihr habt dann viel Spaß in der Nachbearbeitung, die Schatten zu rekonstruieren.

4Solltet Ihr Haare freistellen müssen, so verhält sich das ganz normal, wie bei jedem anderen Shooting auch. Haare also am besten vor einem unifarbenen Hintergrund freistellen. Meine halbdurchsichtige Klappbox war da eher suboptimal.

5Fester Stand. Fotografiert Ihr das Set anschließend oder im Vorfeld ohne das Model, so achtet darauf, dass der Bildausschnitt identisch ist. Hier bietet sich also ein Stativ an, auf dem die Kamera montiert ist.

6Auto-Focus oder manueller Focus? Benutzt keinen Autofokus, sondern fokussiert am besten manuell! Es kann schnell passieren, dass bei AF-Einstellung bei den beiden Bildern (Hintergrundbild und Set-Bild) der Autofokus auf unterschiedlichen Bereichen liegt. Dadurch kann es passieren, dass beim Hintergrundbild, der Vordergrund unscharf ist, wenn Ihr auf einen entfernten Punkt fokussiert. Ist Euer zu fotografierendes Objekt vom zweiten Bild im Vordergrund und damit im Fokus, dann wirkt das fertige Bild schnell unecht, wenn fokussiertes Objekt auf nichtfokussiertem Vordergrund trifft.

Baut also Euer Set vorher auf und testet die Lichtumgebung und Eure Kameraposition. Das Model hat es schon schwer genug in einer sehr angespannten Pose entspannt zu wirken und freut sich sicherlich, wenn das Shooting nicht unnötig durch Set-Korrekturen in die Länge gezogen wird.

Sobald Ihr die Bildmontage am Rechner durchführt, werdet Ihr merken, dass es sich gelohnt hat, auf die angesprochenen Punkte zu achten.

Bildmontage in Photoshop

how-to-tutorial-levitation-shooting-photoshop-ebenen

In Photoshop (oder jedem anderen Bildbearbeitungsprogramm, welches mit Ebenen umgehen kann) könnt Ihr nun die beiden (oder mehrere) Bilder bearbeiten.

Ich bin so vorgegangen, dass ich beide Bilder, also das eigentliche Motiv und der leere Hintergrund, in Photoshop in zwei separaten Ebenen importiert habe.

Somit seht Ihr hiermit einmal das unbearbeitete Original RAW-Bild vom eigentlichen Set. Um die Beine abzustützen, nutzten wir einen aufklappbaren Holzbock. Geblitzt wurde mit einer Firefly Softbox von vorne links.

how-to-tutorial-levitation-shooting_01Das Hintergrundbild habe ich nach einer Reihe von Fotos am Ende der jeweiligen Session aufgenommen. Das einfallende Licht, welches durch die fensterlosen Rahmen in die Halle eindrang, ist in das Bild bereits hineingewandert.

how-to-tutorial-levitation-shooting_02Auf dieses Hintergrundbild habe ich nun eine Maske gelegt und mit einem weißen Pinsel startete ich, die störenden Elemente weg zu retuschieren. Dabei habe ich auch den kompletten Fußboden vom Originalbild weggemalt, damit der Fußboden mit dem größeren Lichteinfall zum Vorschein kommt. Das funktioniert eigentlich ziemlich gut und je nachdem, ob Ihr zusätzliche Schatten oder andere Details wiederherstellen müsst, seid Ihr im Prinzip schon fertig, ansonsten wird es ziemlich aufwendig und zeitintensiv.

how-to-tutorial-levitation-shooting_03Im nächsten Schritt habe ich das Kleid etwas ausgestaltet. Für meinem Geschmack fiel das Kleid ein bisschen zu senkrecht nach unten, also habe ich zum Lasso-Werkzeug gegriffen und das einen Teil des Kleides markiert und anschließend etwas verzerrt und gestreckt. Dabei konnte ich auch gleich noch die restlichen Teile des Holzbocks verdecken, ohne diese über die Maske detailliert zu retuschieren.

how-to-tutorial-levitation-shooting_04Im nächsten und letzten Schritt habe ich noch einen kleinen Teil der Wade wiederhergestellt, die durch den Holzbock verdeckt war. Zusätzlich habe ich den Schattenwurf am rechten Oberschenkel, der ebenfalls durch den Holzbock entstand etwas abgeschwächt und die Schatten unter dem Kleid auf dem Fußboden etwas verstärkt.

how-to-tutorial-levitation-shooting_05

Das war es dann auch schon in Photoshop und mit diesem Ergebnis ging es dann zurück in Lightroom, um etwas Color-Grading und Finetuning an den Tiefen und Lichtern durchzuführen.