Die Geister, die ich rief…

14. Januar 2013 // in der Kategorie Web // 2 Kommentare

Jeder fängt mal klein an und jeder macht mal Fehler. So auch ich, natürlich.

Worum geht’s?

Ich hatte einen Kugelkopf von Vanguard über und da ich keinen kannte der so etwas gebrauchen konnte und ich ihn nicht verkaufen wollte, habe ich ihn über diesen Blog verlost. Ziemlich naiv von mir.

Verlosung bedeutet auch Selbstmarketing. Ich habe einige Feed-Abonnenten, ich habe einige Twitter-Follower und ich habe einige Facebook-Fans. Nicht wirklich viel, aber es sind schon ein paar. Und natürlich hätte ich auch gerne ein paar mehr. Wer nicht?

Also startete ich die Verlosung, mit der Bedingung entweder Facebook-Fan zu werden, einen Tweet abzusetzen oder im Blog zu kommentieren. Da kommt bestimmt etwas bei rum, dachte ich mir und schon habe ich ein etwas größeres Netzwerk und nebenbei freut sich jemand über den Kugelkopf von Vanguard.

Was kam dabei rum?

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85 neue Facebook Fans, 31 Tweets, 9 neue Twitter-Follower und 75 Blog-Kommentare.

WOW – Ziel übertroffen für meinen kleinen Blog. Und nebenbei wurde kleine Grenze von 100 Facebook-Fans geknackt. Bin ich zufrieden? Überhaupt nicht!

Es ging damit los, dass diese Verlosung auf irgendeiner dämlichen Gewinnspielplattform veröffentlicht wurde und dann kesselte es hier los. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Wie die Geier wurde geliked, getwittert und kommentiert – fast ausnahmslos dann auch gleich alles drei zusammen.

Mit meiner kleinen Excel-Tabelle kam ich kaum noch hinterher das alles festzuhalten, insbesondere die Mehrfachmitmacher zu identifizieren, denn schließlich sollte ja jemand der nur eine Aktion durchführte auch genauso viel Chancen haben, wie jemand der alle Aktionen ausprobiert.

Ansatzweise wurde mir nun klar, was Social Media Management bedeutet. Wie handhaben das Blogger, mit einigen hundert oder tausend Facebook Fans oder Twitter Followern? Wer kommt hier noch hinterher, wenn es sich nicht um eine Verlosung, sondern normale Diskussionen oder Umfragen etc. handelt?

Die andere Seite der Geschichte: Sind diese Leute ernsthaft interessiert an meiner Facebook-Seite, wie lange bleiben sie Fans und was bringen sie mir? Die meisten der neuen Fans sind doch nur „Gewinnspielmitnehmer“. Mittlerweile, keine 24h nach der Gewinnbekanntgabe, habe ich auch schon festgestellt, dass es erste Abwanderungen von meiner Facebook-Seite gibt. Ich glaube auch nicht, dass ich dadurch Blog-Abonnenten gewonnen habe.

Nun kann man ja sagen, dass dies Jammern auf hohen Niveau ist, denn wer kann schon sagen, ob z.B. alle Fans von neunzehn72 wirklich auch Interesse haben an dem was Patrick Ludolph da so schreibt. Interessiert das überhaupt noch, wenn man eine bestimmte Schwelle von z. B. 500 Fans überschritten hat?

Im Nachhinein hoffe ich nur, dass der Gewinn bei jemanden gelandet ist, der auch etwas damit anfangen kann, denn das war meine eigentliche Absicht.

Ich bin jedenfalls schlauer und werde so etwas in diesem Stil nicht nochmal machen.

Wie seht Ihr das und wie würdet Ihr es besser machen? Jetzt bin ich mal gespannt, ob es überhaupt Feedback dazu gibt.

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Kommentare
  • Andrea Hettling sagt:

    Hallo!

    Mit dem Run von Gewinnspielteilnehmern muss man leider rechnen, wenn man ein Gewinnspiel mit einem so tollen Gewinn veranstaltet. Ich bin auch am überlegen, ob ich einen Blog beginne und ob ich dann da später auch mal ein Gewinnspiel veranstalten werde.
    Mein Gedanke ist, dass ich das dann wohl eher regional begrenze, damit ich auch wirklich nur echte Fans und Leser bekomme. 🙂

    LG Andrea

  • Matze sagt:

    Du hast natürlich Recht, dass ich damit rechnen muss, dass viele Teilnehmer mitmachen, vorallem wenn viele Leute darüber twittern oder Facebook-Likes vergeben. Verstanden habe ich nur nicht die doppelt und dreifach Mitmachtätigkeit. Die Veröffentlichung auf einer Gewinnspielplattform konnte ich leider nicht unterbinden.

    Hier würde mich Dein Ansatz interessieren, dies regional zu begrenzen.

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