Mein Meilenjahr 2009

01. Januar 2010 // in der Kategorie Travel & Flying // Ein Kommentar

Das vergangene Jahr war für mich das meilenerträglichste Jahr überhaupt. Es war auch das erste Mal, dass ich die angesammelten Meilen bei Miles & More eingelöst habe – für einen Business Class Round Trip in die USA/Canada. Da dies für sehr empfehlenswert meinerseits empfunden wurde, geht das akribische Sammeln natürlich weiter, um sich auch die nächsten Interkontinentalen Strecken so angenehm wie möglich zu gestalten.

Mein Meilenstand zum Stichtag 31.12.2009 beträgt 172.758 Prämienmeilen.

Insgesamt habe ich dieses Jahr 166.474 Prämienmeilen und ganze 1.000 Statusmeilen gesammelt. 90.000 Meilen wurden eingelöst für den Nordamerika-Trip. Ich bin mit einem Meilenstand 96.284 in das Jahr 2009 gestartet, davon hatte ich 68.554 Meilen im Vorjahr gesammelt.

Ausgegeben habe ich dieses Jahr 772,71 EUR für meine Meilchen, das entspricht einer Ratio von ca. 4,5 ct pro Meile. Damit bewege ich mich am unteren Niveau, es geht auch noch günstiger, kommt dann aber auf das Konsumverhalten an. Zum Vergleich: Bei Lufthansa kostet eine Meile zwischen 24 und 30 ct, je nachdem, welches Meilenpaket man nachkauft. Grundsätzlich sollte eine Meile nicht mehr als 10 ct kosten, sonst wird es auch hier zu teuer mit den Flugtickets.

Sicher, viel Geld für ein paar virtuelle Punkte, der Gegenwert ist dafür enorm, denn für die gesammelten Meilen bekomme ich z.B. einen variablen Business Class Flug nach Australien und zurück inkl. Stopover in Süd-Ost-Asien. Steuern kommen noch dazu, aber der Preis sollte selbst in der Economy Class für solch ein Routing kaum zu schaffen sein.

Wie bekommt man solche Meilen möglichst günstig?

Im Prinzip findet man diese Hinweise alle auf der Miles & More Seite im Internet selbst, die Geschicklichkeit besteht darin die Meilenaktionen clever zu kombinieren. Ich will auch keine Links zu diesen Angeboten anbieten oder mitteilen, wieviel ich wo her habe, lediglich aufzeigen was u. a. möglich ist.

Mit einer der wichtigsten Umsatzträger ist die Miles & More Kreditkarte, die zwar etwas teuer ist (50-95 EUR) schützt gleichzeitig vor dem Meilenverfall nach 3 Jahren und kann schöne Meilensummen monatlich generieren. Im besten Fall nutzt man die KK im tgl. Leben ausgiebig (Tanken, Einkaufen, Überweisungen, Online-Shopping), damit sich der Einsatz der Jahresgebühr lohnt, so kommen die Meilen von ganz alleine.

Nette Meilenaktionen sind solche die kostenlos sind und von wenig bis viele Meilen bringen. Ein Trader- oder Tagesgeldkonto bei Cortal Consors (5.000 – 10.000 Meilen) zum Beispiel, oder das Girokonto bei der DKB (5.000). Auch das Werben von neuen M&M-Mitglieder brachte früher ein paar Meilen (1.000), für die KK-Werbung gibt es immer mal wieder unterschiedliche Aktionen und brachte mir 10.000 Meilen ein. Asstel als netter Versicherungspartner ist auch immer für kostenlose, ja sogar Cashback Meilen gut. Einige Mietwagenportale bieten für das Abonnieren von Newslettern auch schon Meilen an (AVIS, Europcar). Bei Hertz gab es letztens auch eine nette Gold Club Promotion für 1.500 Meilen, kostenlos natürlich.

Verschiedene Anbieter geben beim Online-Shopping ebenfalls Meilen als Zugabe. T-Home, Buch.de, Mr. Lens, allerdings sollte man hier aufpassen, dann nicht der Meilen wegen dort zu shoppen und teuer draufzuzahlen, aber ein Vergleich schadet nicht.

Ein gerne unterschätzter Miles & More Partner ist Payback. Man kann sich die Payback Punkte 1:1 auf ein Miles & More Konto transferieren oder auszahlen lassen, um andere Aktionen kostengünstig gegen zu finanzieren. Bei Payback lassen sich überhaupt durch cleveres Konsumverhalten tausende Punkte generieren, vorrausgesetzt man hat immer ein paar Zusatzcoupons einstecken, wenn man bei real oder dm einkauft. Auch die über Payback erreichbaren Online-Shopping Portale (Quelle bald nicht mehr, amazon, Expedia, Opodo, Apple,…) werfen ein paar Meilen ab, so dass es sinnvoll ist dort ab und zu reinzuschauen.

Als Rechenbeispiel: Meine Lufthansa Flüge buche ich zum Beispiel nicht bei Lufthansa, sondern bei Expedia via Payback. Gibt 500 Paybackpunkte pro Flug, spart die 10,- Service Charge und man kann ohne Strafgebühr mit Kreditkarte bezahlen. Macht 89,- für innerdeutsche Hin- und Rückflüge und gibt dafür 839 Meilen (500 Paybackpunkte/Meilen + 89 Meilen für den Einsatz der Kreditkarte + erflogenen 250 Meilen )

Ein großer Brocken beim Meilensammeln sind Zeitungen-/Zeitschriftenabos. Hier gibt es hin und wieder sehr günstige Probe-Aboangebote bei der WELT, FTD, Süddeutschen, FAZ oder Handelsblatt. Auch FOCUS oder Wirtschaftswoche spielen da gerne mit. Gegenfinanziert mit ausgezahlten Paybackpunkten (zu schade, um in Meilen einzutauschen) ergeben sich hierbei nette Ratios.

Fazit: Die Auswahl ist groß beim Sammeln, der Preis ist mitunter aber nicht immer günstig.

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