Koken statt WordPress

14. Mai 2014 // in der Kategorie Software & Apps, Web // 2 Kommentare

Schon länger spielte ich mit dem Gedanken meine Portfolio-Seite einem Relaunch zu unterziehen. Bisher setzte ich auf das Blogsystem von WordPress, war damit allerdings nicht ganz glücklich, da die von mir gewählte Darstellung doch zu sehr an einen Blog erinnerte.

Im Vordergrund des geplanten Relaunches stand hauptsächlich der Gedanke, den Bildern mehr Raum zu geben. Mehr Bilder, weniger Text. Vielmehr noch: Es sollte beim Aufruf der Seite sofort erkennbar sein, was ich für Fotos mache ohne dass man großartig rumscrollen und -klicken muss.
Es gibt es mittlerweile eine riesige Auswahl an WordPress Themes für Fotografen-Portfolios, daher war ich sehr empfänglich dafür mich immer wieder durch neueste WordPress-Theme-Empfehlungen (wie z. B. von Fotografr.de) durchzuklicken. Die meist besseren davon sind kostenpflichtig. Grundsätzlich keine Hürde für mich – das bisher eingesetzte Theme hat mich ebenfalls Geld gekostet und was gut ist, darf auch gerne etwas kosten.

Aber auch diese Themes möchten entsprechend angepasst sein und der Aufwand ist nicht zu unterschätzen. WordPress kann so ziemlich alles, aber alles ist nicht das, was ich brauchte, sondern nur einen geringen Teil. Ich habe es bei dem bisherigen WordPress Theme schon gemerkt, dass ich für bestimmte Artikel, Slider oder Portfolios die Fotos in unterschiedlichen Größen und Seitenverhältnissen bereitstellen musste und verlor mich dabei. Die Schritte bis der Blogartikel mit den Fotos aufbereitet waren und veröffentlicht werden konnten, waren mir letztendlich zu viel.

Ich wollte etwas Einfacheres und fand es in Koken.

koken_logo

Koken konzentriert sich darauf Fotos zu publizieren und das kann es meiner Meinung nach sehr gut. Es ist sehr schnell installiert und einsatzbereit. Hauptaugenmerk ist die Bilderbibliothek, die etwas an Adobe Lightroom erinnert. Hier könnt Ihr Fotos hochladen, in Alben und Alben-Sets zusammenfassen, Favoriten markieren und die Fotos oder Alben entsprechend taggen oder Beschreibungstexte hinzufügen.

koken_library

Habt Ihr Euch für eines der mitgelieferten Themes entschieden, so wird Eure Zusammenstellung an Bildern entsprechend dargestellt. Kleinere Anpassungen könnt Ihr vornehmen, aber der Aufwand wie bei WordPress fällt deutlich geringer aus.

Dank des Adobe Lightroom-Plugins von Koken ist es für mich nun nahezu eine 1-Klick-Geschichte einen neuen Eintrag im Portfolio zu erstellen. Innerhalb von Adobe Lightroom erstelle ich ein Album oder wahlweise ein Set und schiebe die Fotos die ich veröffentlichen möchte in dieses Album. Klick auf Veröffentlichen und fertig. Wahlweise kann ich innerhalb von Koken noch eine Beschreibung für das Album definieren, aber das ist kein Muss. Der Beitrag ist fertig veröffentlicht und bei Bedarf auch schon im Feedreader.

lightroom_koken_plugin

Koken bereitet die Fotos je nach Endgerät automatisch entsprechend auf. Responsive und Retina sind also keine Fremdwörter. Ich muss mich nicht mehr um Bildgrößen und Ausrichtungen kümmern. Im Koken Store gibt es weitere Themes und Plugins zum Download, teilweise auch kostenpflichtig. Mit entsprechenden Kenntnissen, könnt Ihr Euch auch eigene Themes erstellen – ich bin mir sicher, dass da in Zukunft noch deutlich mehr kommt. Wie bei einem Blog üblich könnt Ihr selbstverständlich auch statische Seiten oder Blog-Artikel schreiben (bei Koken: Essays).

Ich habe in Koken meine alten Blog-Artikel 1:1 neu in Alben erstellt. Dabei ist mir klar gewesen, dass ich Kommentare oder Facebook-Likes zu den einzelnen Artikeln verliere, aber darauf kam es mir bei einer Portfolio-Seite auch nicht an.

Dank Google’s Feedburner kann ich meinen alten RSS-Feed behalten und habe nur die Originaladresse meines Feeds ausgetauscht. Damit meine „alten“ URLs zu den vorherigen Blogbeiträgen nicht in einer toten Sackgasse landen, konnte ich diese dank 301 Redirects auf die neuen Portfolio-Alben umleiten. Ich habe also keinen Inhalt verloren.

Beispiel für einen 301 Redirect in einer .htaccess-Datei:

Redirect 301 /alter-blogartikel/ http://www.matthias-zock.de/albums/neues-portfolio/

Zu guter Letzt: Koken ist kostenlos. Schauts Euch mal an.

portfolio_homepage_koken_mockup

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Kommentare
  • Servus,

    Ich habe mal eben das System bei mir aufgesetzt und bin bis jetzt begeistert!
    Wenn das mit dem Lightroom synch noch super klappt werde ich das wohl einsetzen 🙂

    Danke fürs Zeigen!

    Gruß und gut Licht Jörg 🙂

  • Matze sagt:

    Freut mich, dass es Dir zusagt.
    Der LR Sync funktioniert bei mir wunderbar.

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