Ausgepackt: Das Loupedeck+ im Test mit Adobe Lightroom Classic CC

21. Dezember 2018 // in der Kategorie Gadgets, Sponsored Posts & Advertorials // Keine Kommentare

Ein Artikel in Kooperation mit Loupedeck.

Auf der Photokina 2018 hatte ich bereits die Gelegenheit die Photo Editing Console am Stand von Loupedeck in Augenschein zu nehmen und freute mich auch darauf diese einmal zu testen. Nun bekam ich ein Testexemplar von diesem – ich nenne es Mischpult für Fotografen – und probierte es in Verbindung mit Adobe Photoshop Lightroom Classic CC (dem „alten“ Lightroom“) aus.

Die finnische Firma Loupedeck ist über die Crowdfunding Plattform Indiegogo bekannt geworden und konnte genügend Geld einsammeln, um 2017 die erste Version der Console zu veröffentlichen. Mittlerweile kam der Nachfolger Loupedeck+ in den Handel und genau diese Version nutze ich nun zur Bildbearbeitung. Neben Lightroom kann die Console auch für Adobe Premiere Pro CC, Skylum: Aurora HDR und für Capture One (beta) genutzt werden. Seit kurzem ist es auch mit Adobe Photoshop CC 2019 kompatibel.

Selten ist ein Gerät so wertig eingepackt, wie das Loupedeck+. Das kannte ich bisher nur von Apple Produkten oder der Lytro ILLUM Lichtfeldkamera. Nach der Software Installation wird das Loupedeck+ mit einem USB-Kabel verbunden und man kann starten.

Unter macOS Mojave gibt es aus neueren Sicherheitsgründen die Besonderheit, dass der Loupedeck App nach Installation erst der Zugriff auf das System gewährt werden muss. Dies ist in der FAQ bei Loupedeck auch hinreichend beschrieben. Ich hatte allerdings so meine Probleme mit dem Aus-und Einstecken des Kabels bei laufender Software. Stöpselt man einmal das Kabel aus und wieder ein, so wurde das Loupedeck nicht mehr erkannt, ich musste stets die Loupedeck-App neu starten, die sich in der Taskleiste einnistet. Das fand ich etwas nervig oder es ist ein Bug, der bald behoben wird.

Das Loupedeck+ hat das richtige Gewicht und verrutscht nicht so einfach auf dem Tisch. Die 13 Drehregler und Rädchen fühlen sich wertig an, die Tasten klappern mir allerdings zu sehr, so in etwa wie eine Cherry-Tastatur aus den 90ern. Das große Drehrad hätte auch etwas fester sein können und wirkte etwas locker. Ansonsten geben die Drehregler beim Drehen oder Draufdrücken ein gutes haptisches Feedback und machen die Bearbeitung sehr intuitiv. Neben den voreingestellten Tasten und Reglern gibt es auch noch 6 Tasten, die frei konfigurierbar sind.

Die Reaktionszeit auf das Nutzen der Tasten und Regler war ohne Zeitverzug und sehr präzise und machte damit ein unterbrechungsfreies Arbeiten möglich.

Ich benötigte eine Weile, um mit der Bedienung des Loupedeck+ klar zu kommen – das ist natürlich logisch, denn es bedarf eines gewissen Umstellungsprozesses. Bisher habe ich auf meinem MacBook Pro alles klassisch mit Maus und Tastatur bedient und nun hatte ich mich darauf eingelassen, den Workflow komplett mit dem Loupedeck+ durchzuziehen.

Dabei fiel es mir sehr viel leichter die Bildbearbeitung der Fotos durchzuführen. Nicht nur leichter, sondern auch effizienter, weil ich eben meine Hand an verschiedenen Knöpfen und Drehreglern nahezu gleichzeitig haben kann und diese besser bedienen kann, als immer die Maus über die Lightroom Oberfläche zu bewegen und mich von einem Schieberegler zum anderen durchzuarbeiten. Das hat richtig Spaß gemacht und war auch sehr eingängig. Ich habe bei meinem Test aber darauf verzichtet, die freien Tasten zu konfigurieren und mich auf die vorhanden Einstellmöglichkeiten konzentriert.

Gerade auch die Bearbeitung der Farbkanäle habe ich dadurch viel öfter genutzt, als bisher. Überhaupt habe mehr an den Drehreglern und Knöpfen zur Bildbearbeitung „gespielt“, als ich es auf herkömmlich Weise machen würde und war dennoch viel schneller unterwegs. Die Einarbeitungszeit war hier wirklich verschwindend gering.

Schwieriger für mich war hingegen die Nutzung des Loupedeck+ in der Bibliotheksansicht. Hier tat ich mich schwerer, die verschiedenen Tastenkombinationen zu nutzen, das ging für mich in dem Testzeitraum mit der Tastatur/Maus-Kombination schneller, als mit dem Loupedeck+. Auch hier sicherlich eine Frage der Gewöhnung und der Disziplin.

Kurzfassung:

    • Tasten und Drehregler noch etwas zu wackelig
    • Plug and Play bei laufender Software nicht reibungslos

    • hochwertige Bildbearbeitungskonsole
    • perfekt abgestimmt auf unterstützte Bildbearbeitungssoftware
    • geringe Eingewöhnungszeit
    • zusätzlich frei konfigurierbare Tasten
    • effizienterer Workflow
    • ggf. höherer Nutzungsgrad

Fazit:

Das Loupedeck+ ist auf jeden Fall eine super Ergänzung, wenn man Platz auf dem Schreibtisch hat und macht die Bildbearbeitung viel eingängiger und feinfühliger. Gerade für Fotografen, die mit einem stationären PC/Mac arbeiten, sicherlich noch etwas komfortabler – da es permanent angeschlossen sein kann – als bei Nutzern mit mobilen Rechnern.

Für die Zukunft könnte ich mir auch eine kabellose Variante vorstellen.

Es ist perfekt für die Nutzung der oben genannten Bildbearbeitungsprogramme ausgelegt, getestet habe ich allerdings nur Adobe Photoshop Lightroom Classic CC. Ich bin mir sicher, dass sich die Erfahrung mit den anderen Programmen deckt.

Mit etwas Eingewöhnungszeit, geht die Nutzung des Loupedeck+ in Fleisch und Blut über.

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