Im zweiten Teil beschäftige ich mich mit meinen Tools und Workflow rund um das Thema Digitalfotografie und Geotagging. Dies gestaltet sich im Grundsatz als nicht sehr schwierig, da es die meisten Programme auch unter OS X gibt und die Formate im Allgemeinen (RAW, JPEG, NMEA, KMZ, KML) auch gleich sind. Ich habe sogar einige neue Tools gefunden, die ich später einmal vorstellen möchte.
Ich habe vorher unter Windows meine Fotos mit Adobe Lightroom verwaltet und bearbeitet, da es diese Software auch für Mac gibt, bin ich auch davon ausgegangen, dass eine Migration dementsprechend einfach ist.
Lightroom: Im Prinzip kein Problem, die Mac-Version unterscheidet sich ja nicht zur Windows-Version. Ich habe meine Katalogdatei und die entsprechenden Previews über eine USB-Festplatte in einem Verzeichnis meiner Wahl auf dem Mac kopiert – LR starten, Katalog auswählen, fertig. Die Verzeichnisse mit den Bildern habe ich ebenfalls über diesen Weg kopiert.
Lediglich die Zuordnungen zu den Bildern musste ich von Hand ändern, da diese laut Katalog noch auf die Windows-typische Art auf LW:\Verzeichnis zeigten, nun aber auf die korrekte Verzeichnisumgebung unter OS X umgestellt werden mussten.
GPS-Logger: Mein Sorgenkind. Royaltek hat leider nur Software für Windows bereitgestellt, um die aufgezeichneten Tracks vom RGM-3800 zu lesen und den Logger zu konfigurieren. Doch es gibt Hoffnung, um diesen doch noch unter OS X zum Leben zu erwecken.
Karsten Petersen hat ein Pythonscript geschrieben, welches in Verbindung mit dem PL2303-USB Treiber, der auch unter Windows notwendig war, auf den Logger vollständig zugreifen kann. Es ist zwar Kommandozeilenorientiert, also unter dem Apple-Terminal zu bedienen, aber dennoch GUI-ähnlich aufgebaut. Es erfreut sogar mit einer Zusatzfunktion, die der DataDownloader von Royaltek unter Windows nicht kannte: Download der Tracks zusätzlich als GPX-Format. Das Script wird von Karsten Petersen immer wieder aktualisiert und funktioniert bei mir wunderbar. Vielen Dank!
GPS-Tools: Unter Windows nutzte ich bisher NMEA2KMZ, um meine GPS-Logging Dateien direkt in das komfortable KML- oder KMZ-Format umzuwandeln, um mir meine Tracks direkt in Google Earth anzeigen zu lassen und ggf. zu bearbeiten. Für OS X gibts das leider nicht, dafür nutze ich HoudahGPS, welches dasselbe bewerkstelligt, allerdings ohne Feintuning wie z.B. Farbe und Stärke der Linien, Icons, etc…
Dafür muss ich nun die KML-Dateien manuell editieren, dies habe ich allerdings vorher auch schon gemacht und stellt auch kein großes Problem dar, so kann ich zusätzlich auch noch unnötige Waypoints (die beispielsweise beim GPS-Fixing anfangs nicht genau sind) löschen.
Um seine GPS Tracks auch komfortabel verwalten zu können bin ich auf die Software rubiTrack gestossen, mit der sich alle gesammelten Tracks übersichtlich anordnen, katalogisieren und analysieren lassen. Ich bin vom Design der Software begeistert, weil alle wichtigen und relevanten Informationen sofort sichtbar sind, natürlich mit eingeblendeten Trackverlauf auf einer Google Map.
Wie bekommt man die GPS-Daten in die Exif Informationen meiner Fotos, damit die digitalen Bilder sofort und eindeutig einem Standtort zugeordenet werden können? Unter Windows nutzte ich die mitgelieferte locr Software, um die meine GPS Tracks mit meinen Fotos abzugleichen. Für OS X gibts etwas ähnliches: GPSPhotoLinker.
Ich werde mir aber demnächst einmal Jeffrey Friedl’s Plug-in für Lightroom anschauen, mit dem es möglich ist, Fotos direkt in Lightroom zu geocodieren.
Seit knapp 3 Wochen bin ich ja nun stolzer Besitzer eines MacBook Pro. Das Arbeiten damit ist ein Traum – es macht einfach Spaß daran zu sitzen.
Doch bei der Migration meiner Daten zum Mac hatte ich doch mit einigen Kompatibilitätsproblemen zu kämpfen.
Bisher nutzte ich Outlook für E-Mail , Kontakte und Kalender. Unter Leopard nutze ich das mitgelieferte Mail.app, sowie das integrierte Adressbuch und iCal für die Terminverwaltung. Diese Anwendungen sind sehr gut miteinander verzahnt und bieten den gleichen Komfort wie Outlook. PST-Dateien unterstützen die Mac-Applikationen leider nicht, daher müssen die Daten über Umwege auf mein MacBook Pro gelangen:
E-Mail: Da ich für meine diversen E-Mail Accounts bisher POP3 genutzt habe und die annähernd 4500 Mails auch nicht mehr auf den Servern vorhanden sind, gibt es 2 Möglichkeiten. Variante 1 wäre der Umweg über Mozilla Thunderbird. Dieser doch etwas aufwendige Weg wird hier ganz gut beschrieben. Ich habe mich für Variante 2 mit dem sehr effizienten Tool O2M von LittleMachines.com ($10) entschieden. Starten und auswählen welche Kontakte, Kalendereinträge und Mail-Ordner (inkl. Attachments) exportiert werden sollen und laufen lassen. Es werden Dateien im mbox-Format erstellt, welche von Mail.app wunderbar eingelesen werden können.
Ich werde nun auch die Gelegenheit nutzen, statt POP3 zukünftig IMAP einzusetzen, dies erspart mir doch eine Menge Pflegeaufwand in den Postfächern meiner E-Mail Accounts.
Kalender: Meinen Outlook-Kalender habe ich bisher immer mit meinem FSC Loox n560 PDA über ActiveSync bzw. MobileDeviceCenter zwischen Arbeit und Zuhause abgeglichen. Das war dann doch immer etwas umständlich, da der PDA ja dann zuhause auch permanent angeschlossen sein muss, zumindest regelmäßig. Dies möchte ich bei meinem MacBook nun erst recht vermeiden, daher bin ich auf folgende Variante umgestiegen: In der Firma wird mein Outlook Kalender mit Google Calender Sync im 15 Minuten Intervall mit meinem Kalender bei Google synchronisert. Leider wird derzeit nur ein Kalender unterstützt, ich hoffe, im nächsten Release gibts dafür mehr Optionen. Apples iCal unterstützt CalDAV, welches Google vor kurzem ebenfalls als Schnittstelle in seinen Kalender implementiert hat. Damit kann sich iCal bei jedem Start und weiterhin im festgelegten Intervall mit meinem Internet-Kalender abgleichen. Google hat hierfür auch ein Tool namens Calaboration bereitgestellt. Hier sind mehrere Google Kalender möglich. Perfekt und besser als der immer mal vergessene Abgleich mit dem PDA. Den Loox gleiche ich zwar immer noch über ActiveSync in der Firma ab, nutze Ihn aber eigentlich nicht mehr als Organizer.
Kontakte: Im Prinzip kein Problem, da das Adressbuch bei Leopard mit vCards umgehen kann. Das größere Problem stellt sich momentan noch für mich mit der Synchronistation mit Outlook in der Firma. Hierfür habe ich noch keine geeignete Lösung gefunden.
Es gibt zwar von Apple eine Gesamtlösung für Kalender, Kontakte und E-Mail Synchronisation – MobileMe. Mit 79 EUR im Jahr mir aber zu teuer – hätte ich ein iPhone, würde sich das eventuell ändern, aber der Pferdefuß liegt in der Installation von iTunes auf dem Windows PC in der Firma, damit Outlook mit MobileMe sprechen kann. Ein kleinerer Client wäre besser.
Somit bleibt mir momentan nichts anderes übrig, als meine Kontakte manuell abzugleichen.
Für Mail.app gibt es einige sehr nützliche Tools, die das Mailprogramm zusätzlich aufwerten. Diese Plug-Ins fügen sich nahtlos in das Programm ein ohne aufzufallen.
Ich benutze derzeit folgende Plug-Ins:
WideMail erweitert Mail um die Möglichkeit, den Lesebereich der Mails nach rechts zu verlagern, ähnlich wie bei Outlook
LetterOpener bringt Mail bei, winmail.dat Dateien (RTF Mails mit Attachments von Outlook) zu lesen und als normale E-Mail darzustellen.
NumSemaine ist ein iCal-Plug-in, welches die Kalenderwochen in iCal anzeigt.
Die Seite von HawkWings beschäftigt sich rundum mit Apple’s Mail, es werden viele Plug-ins und Add-ons vorgestellt, auch Mail-Templates gibts dort zuhauf.
Ich habe es getan. Nicht nur Barack Obama hat erkannt, dass es Zeit für einen Wechsel ist, auch ich bin seinem Aufruf gefolgt und habe mich von meinem Windows PC getrennt.
14 Jahre lang hat mich das Betriebssystem aus Redmond begleitet, ich habe der Versuchung widerstanden, es mit Linux (in allen Variationen) zu versuchen, ein kleiner Ausflug zu OS/2 war mal dabei, wurde aber genauso schnell ad acta gelegt.
Und jetzt? Ich möchte mobil sein, daher die Wahl zu einem Notebook – einen Desktop Rechner benötige ich eigentlich nicht. Da ich aber auf Raffinessen wie Video- und Photobearbeitung nicht verzichten möchte, muss es schon was leistungsstarkes sein.
Die Wahl fiel auf ein MacBook Pro.
Ich weiß, für die Kohle hätte ich ein ordentlich bestücktes High-End Vista Notebook bekommen, aber Windows macht mich eigentlich nicht mehr glücklich. Außerdem war da die Neugier auf was neues, was frisches, was hippes, was sexy aussieht und sich auch so anfühlt.
Es ist sicherlich auch dem Hype um Apple geschuldet, das will ich nicht ausschließen.
Warum denn gleich ein MacBook Pro – hätte ein MacBook nicht auch gereicht?
2 Gründe: größeres Display und IEEE 1394 (FireWire) Anschluss – beides notwendig, um o.g. Video- und Fotobearbeitung zu erledigen.
Also bestellt, ausgepackt und eingeschaltet. Und nun?
Tja und wie bediene ich nun so einen Leoparden? Ich habe es erwartet, aber ehrlich gesagt nicht gedacht, aber es ist wirklich so: Nach 20-30 Minuten geht die Bedienung so in Fleisch und Blut über, ich will es echt nicht mehr missen. Intuitive Bedienung, einfache Installation und De-installation von Programmen, lange Akkulaufzeit, kristallklares Display und und und.
Ich bereue es in keinster Weise, im Gegenteil, ich ärger mich, dass ich diesen Wechsel nicht schon eher vollzogen habe, aber auch die Amerikaner haben eine Weile gebraucht, bis Sie gemerkt haben, dass der Wechsel kommen muss.
Derzeit bin ich dabei meinen Datenbestand von Windows auf mein MacBook Pro zu migrieren. Dies passiert leider nicht alles reibungslos und hier und da habe ich mit Problemen zu kämpfen, welche das sind, darüber will ich Euch wieder auf dem Laufenden halten.
PS: Mein Header-Bild muss ich noch ändern, die Tastatur ist doch jetzt schwarz