Seit ich mit einer digitalen Spiegelreflexkamera fotografiere hat sich mein Bewusstsein zur Fotografie nochmals intensiviert. Mein ganzer Fotokram, denn ich nun mit mir rumschleppe ist zwar deutlich schwerer geworden gegenüber meiner Kompaktkamerazeit, aber auch deutlich besser!
Daher ein Überblick, welches Equipment ich derzeit benutze.
Kamera & Objektiv
Die Nikon D90 ist seit Q1/2011 mein Fotowerkzeug erster Wahl. Trotzdem die Kamera bereits über 2 Jahre auf dem Markt ist, spielt sie qualitativ im DX-Segment nach wie vor vorne mit. Warum ich Nikon gewählt habe, weiß ich nicht mehr, es war halt so. Jedenfalls bereue ich es kein Stück die Kamera gekauft zu haben und entdecke Tag für Tag neue Möglichkeiten. Auf ein Kit(-Objektiv) habe ich verzichtet.
Zum Body der Nikon D90 habe ich mir als erstes Objektiv eine Festbrennweite, das Nikon AF-S DX Nikkor 35mm 1:1,8G gegönnt. Geile Linse. Der Aha-Effekt vom Wechsel von Kompakt-/Bridgekamera in das DSLR-Lager war hierbei riesig. Bokeh bei Blende 1,8 einfach genial, auch sonst besticht die Linse mit einer schönen Schärfe und toller Abbildungsleistung. Kann ich wirklich jedem ans Herz legen.
Das Nikon AF-S Nikkor 70-200mm 1:2,8G ED VR II Objektiv besitze ich selbst nicht, allerdings habe ich es mir bereits für Foto-Touren ausgeliehen. Ein Hammer Objektiv, zugegeben es wiegt eine Kleinigkeit. Die Schärfe ist sagenhaft, über Blende 2,8 bei 200mm Brennweite braucht man nicht diskutieren, die Lichtstärke ist echt der Bringer – gerade im Bereich von Portrait- oder Peoplefotografie. Ich habe mir den Luxus gegönnt und damit auch Planespotting in der Dämmerung betrieben – auch hier keine Abstriche. Würde ich mir sofort wieder ausleihen!
Die Fuji Finepix f50fd nutze ich eigentlich nur noch ganz gelegentlich. Laut Datenblatt hat sie ein gutes Rauschverhalten bei hohen ISO Werten, was ich eigentlich nicht so unterschreiben kann. Ich habe die Kamera dennoch behalten, da sie bei Tageslicht gute Bilder macht. Hauptsächlich nutze ich sie nur noch als Zweitkamera, was mir im letzten Urlaub ganz gelegen kam. Zusammen mit dem Dicapac wird sie aber weiterhin mein Begleiter am Strand und im Wasser sein.
Zubehör & Gadgets
Die Lowepro Rezo 160 AW SLR Kamera-Tasche habe ich eigentlich schon seit Jahren, allerdings nutzte ich diese lediglich für meinen miniDV Camcorder, der schon seit einigen Jahren in der Mottenkiste liegt. Für eine Kompaktkamera war diese Tasche zu groß, aber mit der Nikon D90 hat die Tasche vorerst wieder einen Verwenungszweck. Die Nikon D90 mit meiner 35mm Festbrennweite und Sniper-Strap passt locker in die Tasche rein, es ist sogar Platz für meine kleine Kompaktknipse. Im Inneren befindet sich ein Speicherkartenfach, vorne ist eine Tasche für Akku und weiteren Kleinkram. Ein Regenüberzug schützt die Tasche vor Wasser oder Staub.
Derzeit nutze ich als Speichermedium an der Nikon D90 noch eine Transcend SDHC 16 GB Class 6 Karte, die ich bereits schon in meiner vorherigen Kamera genutzt hatte. Zusätzlich habe ich noch eine 8 GB SDHC Class 6 als Reserve, ebenfalls von Transcend.
Bisher verspüre ich auch noch keine Performance Probleme, beispielsweise im Highspeed Serienbildmodus der D90. Obwohl ich grundsätzlich im RAW Format fotografiere, habe ich auch hier mit 16GB noch keine Nachteile. Es passen ca 950-1000 RAW Fotos auf eine Karte, genug also für ein Shooting bzw. einen Tag, bis die Bilder in Lightroom importiert sind.
Den Sniper-Strap The Pro habe ich mir für meine DSLR gekauft, da mich der Standard Gurt nach einiger Zeit nervte. Die Kamera mit dem doch etwas kurzen Gurt vor dem Bauch tragen sieht irgendwie uncool aus und ist auch nicht wirklich bequem. Die angenehmste Art eine Kamera zu tragen, habe ich mit dem Sniper Strap Pro entdeckt. Diebstahlsicher dank Stahlseil im Inneren und angenehmer Polsterung für den Schulterbereich lässt sich die Kamera am Sniper Strap Pro sehr bequem tragen und ist dennoch sofort griffbereit.
Ein Stativ darf natürlich nicht fehlen. Mit dem Erno P-33 Dreibein Stativ, welches ich bereits seit zig Jahren besitze, bin ich bis dato ganz zufrieden. Heutzutage würde ich dank vieler verschiedener Blogberichte wohl ein Manfrotto Stativ kaufen (ja ich bin irgendwie Marken-Fetischist
), aber die kannte ich damals nicht. Das Erno P-33 ist in Ordnung, wirkt robust, wackelt also nicht, hat gummierte Standfüße für den festen Halt und kommt mit einer Wasserwaage in der Kameraplatte daher. Dazu gibts eine Stativtasche. Kann man also bei dem Preis wirklich nicht meckern!
Mit dem GPS Logger RGM-3800 von Royaltek bin ich vor einigen Jahren in das Thema Geotagging eingestiegen und seitdem ist der GPS-Logger mein treuer Begleiter auf Foto-Touren. Damit tagge ich nicht nur meine Fotos, sondern ich nutze ihn auch für das Aufzeichnen von Touren im Urlaub oder im Flugzeug, um meine Tracks später in Google Maps darzustellen. Der Logger hält mit zwei herkömmlichen AAA Batterien locker 10h am Stück durch. Das Intervall kann auf 1s – 60s gesetzt werden. Dank eines Open Source Scriptes kann der Logger auch unter OS X ausgelesen werden.
Mit dem Dicapac WP-310 habe ich bereits sehr gute Erfahrungen im und unter Wasser sammeln können. Ob beim Schnorcheln oder in 10 Meter Tiefe beim Tauchen – das Dicapac ist absolut wasserdicht und die Kamera ist immer noch einfach zu bedienen. Das Dicapac WP-310 habe ich mir für meine Zweitkamera Fuji Finepix f50fd gekauft, sie ist aber zu sehr viel mehr Kompaktkameras kompatibel (eine Kompatibilitätsmatrix gibts hier) und bin damit sehr zufrieden – zumindest ist es eine preiswerte Alternative zu einem Hersteller-eigenen Unterwassergehäuse.
Hard- & Software
Mit meinem Wechsel von Windows zu OS X habe ich auch gleichzeitig den Wechsel von Desktop zum Notebook vollzogen. Seitdem ist das 15″ MacBook Pro (late 2008) mein ständiger Begleiter. Inzwischen etwas aufgerüstet auf 4GB und zwei Festplatten (SSD + HDD) reicht mir die Leistung auch heute noch deutlich für Bildbearbeitung und Videoschnitt. Mittlerweile gibt es außer einem Steuererklärungsprogramm auch keine offenen Wünsche mehr und daher läuft auch kein Windows Betriebssystem als Gast-VM oder Parallel-Installation nebenher.
Adobe Photoshop Lightroom nutze ich bereits seit meiner Windows Zeit seit Version 1.X. Damals in der Hauptfunktion leider nur als Bibliothek, mit Bildbearbeitung hielt ich mich stark zurück. Seit meinem Wechsel zu Apple’s OS X habe ich zum einen die Geotagging Funktion durch Plug-Ins (Jeffrey Friedl) genutzt. Seit dem Besitz meiner DSLR nutze ich nun auch wirklich intensive Bildbearbeitung (Workshops sei Dank). Ich möchte Lightroom nicht mehr missen, macht es doch die Bildverwaltung, als auch die Bearbeitung sehr einfach und vor allem, wenn man die Möglichkeiten nutzt, sehr schnell.
